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Von der Gründung des Bürger-Schützenvereins e.V. 1950 Geseke
und seinem weiterem Werdegang ...
Möglicherweise war es der Anlass, dass sich im Frühsommer 1950 die Anwohner der Annostraße zusammenfanden, um gemeinsam ein kleines nachbarliches Sommerfest nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren zu feiern.
Nach kurzen Beratungen "über den Gartenzaun hinweg" war es soweit. In den ersten Junitagen, an einem Sonntag, nahm ein großer Sattelschlepper voll fröhlicher Menschen - Groß und Klein - den Weg ins Taubental.
Dort sollten bei Essen und Trinken - selbstverständlich Mitgebrachtem - einige unbeschwerte Stunden verbracht werden. Die Überraschung war - von den Initiatoren vorher nicht verraten - ein Vogelabwerfen mit Holzkeulen, das durch den Siegeswurf von Bernhard Kettelgerdes beendet wurde.
Was nun als föhliches Sonntagsvergnügen für Jung und Alt begonnen hatte und eigentlich am Spätnachmitteg beendet sein sollte, wurde nun abends im halbfertigen Neubau von Johannes Flick - Annostraße - mit dem Einmarsch der "Majestäten Bernhard Kettelgerdes und Thea Buchholz † ", bei Musik und Tanz - unter Beteiligung der gesamten erwachsenen Nachbarschaft - bis in den frühen Morgen fortgesetzt.
War dieses gelungene Nachbarschaftsfest nun vielleicht der letzte Anstoß zur lange beabsichtigten Gründung des zweiten Schützenvereins in Geseke?
Vermutlich war es das, denn schon kurze Zeit später - am 07. Juli 1950 -
fand im Lokal Blömeke - Bürener Straße -
 (Das Gebäude wurde inzwischen abgerissen und dort ein Autohaus errichtet)
die "denkwürdige" Zusammenkunft mehrerer Herren statt, mit dem Ziel, einen neuen Schützenverein ins Leben zu rufen.
Es waren dieses:

hinten v. links Anton Rohde †, Karl Blömeke †, Bertram Buchholz †, Konrad Wienhaus †, Johannes Fick sen. †, Franz Pollmann † vorne v. links Wilhelm Schnitzmeier †, Heinrich Wibberg †, Bernhard Voitsmeier †, Heinrich Merschmann † nicht auf dem Foto: Albert Färber †
Die Versammlung wählte als vorläufigen Vorstand die Herren
Wilhelm Schnitzmeier †, Bertram Buchholz †, Bernhard Voitsmeier †,
und beauftragte sie, die Satzung auszuarbeiten und der ersten Generalversammlung, am 22. Juli 1950 zur Genehmigung vorzulegen.
Wie geplant, fand diese Versammlung zum genannten Termin

- im vollbesetzten Saal des Felsenkeller -
statt und erbrachte die einstimmige Annahme der Satzung, die Festlegung des Jahresbeitrages auf 4,00 DM sowie die Aufnahme von 70 Mitgliedern.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Wilhelm Schnitzmeier † 2. Vorsitzender Ignaz Hoffmann † Kassierer Bernhard Voitsmeier † Schriftführer Bertram Buchholz †
Ausserdem wurde der Termin für das erste Stiftungsfest auf den 27. August 1950 gelegt, das ebenfalls im Saal Blömeke (Felsenkeller) stattfinden sollte.
Dieses "erste" Stiftungsfest, welches unter dem Leitbild
"Für Bürgersinn und Heimattreue"
stand, wurde ein voller Erfolg und war noch lange das Gesprächsthema der neuen Schützengemeinschaft.
Am 22. Oktober 1950 fand das erste Winterfest (heute Hubertusball) mit einer großen Verlosung, an der sich die Mitglieder nach besten Kräften durch die beisteuerung von Gewinnen beteiligten, statt.
Mit dieser Veranstaltung schloss das so erfolgreiche Gründungsjahr, das an seinem Ende schon einen Mitgliederbestand von 190 Schützenbrüdern aufweisen konnte.
Das 1. Schützenfest wurde 1951 gefeiert
Das 1. Offizierskorps

Der 1. Schützenvogel

Hubert Gröne † hat den 1. Schützenvogel erstellt Dieser Schützenbruder hat sich über seinen Tod hinaus ein bleibendes "Denkmal" sprich "Bild" geschaffen

Er war es, der dass Vereinswappen entwarf, welches heute nicht nur die Alten und Neuen Fahnen ziert

sondern auch als Gravur das Schild der Königskette.
Erstellt wurde das Schild vom Goldschmiedemeister Erich Wolf †
Das 1. Schiessen

Die "ersten" Majestäten wurden ermittelt
Der 1. Kronkönig

Heinrich Grauel
Das 1. Königspaar

Frau Maria Auster † und Franz Rehkemper †
Der 1. Hofstaat

Die ersten "Schützenmessen", damals als Feldmesse gefeiert im Hofe des Kindergartens an der Schlaunstraße (heute Pfarrheim St. Marien) wurden zunächst zelebriert von Vikar Wilhelm Kremer †, danach von Vikar und späterem Pfarrer von St. Marien
 Wilhelm Tegethoff †
Mit Fertigstellung der Marienkirche wurden und werden die Schützenmessen - bis auf einige Ausnahmen - dort abgehalten, wie auch die "Hubertusmesse".
Für sein Wirken in über 4 Jahrzehnten, wurde Pastor i.R. Wilhelm Tegethoff im Jahre 2000 zum Ehrenpräses ernannt.
Sein Nachfolger als Präses wurde

Pastor Gerald Haringhaus
Leider wurde Pastor Haringhaus zwischenzeitlich durch eine Umstrukturierung der kath. Kirche als Pastoralleiter nach Herford versetzt.
Der Bürger-Schützenverein hat seinen Präses am 26.06.2011 zum Ehrenpräses ernannt.
Jeder Schützenbruder oder alle Regentenpaare unseres Bürger-Schützenvereines hätte es verdient hier und jetzt namentliche Erwähnung zufinden. Sei es, dass der Schützenbruder Jahre oder Jahrzehnte als Schütze mitmarschiert ist, sich als Offizier im Verein betätigt, oder gar eine Führungsfunktion mit allen Annehmlich- aber auch Unannehmlichkeiten übernahm, oder als jeweiliges Königspaar (Bilder unter Majstäten) mit ihren Hofstaaten in ihrer jeweiligen Regentschaft ein Schützenfest prägten.
Man sagt: "Ein Verein steht oder fällt mit seiner Führungsmannschaft":
So scheint es unablässig zu sein, hier alle bisherigen Obristen und Vorsitzenden namentlich zu erwähnen:
Wilhelm Schnitzmeier † übernahm mit Gründung des Vereines die Verantwortung und den Vorsitz anschließend Ehrenoberst
Anton Rohde † Oberst und 1. Vorsitzender von 1954 - 1964 anschließend Ehrenoberst bzw. Alt-Ehrenoberst
Josef Eulentrop † Oberst und 1. Vorsitzender von 1964 - 1973 anschließend Ehrenoberst
Johannes Ernst † Oberst und 1. Vorsitzender von 1973 - 1986 anschließend Ehrenoberst bzw. Alt-Ehrenoberst
Otto Rullmann † Oberst und 1. Vorsitzender von 1986 - 1997 anschließend Ehrenoberst
Hans Bökamp Oberst und 1. Vorsitzender von 1997 - 1999
Eberhard Nagelmeier Oberst und 1. Vorsitzender von 1999 - 2004
Rainer Graskamp Oberst und 1. Vorsitzender von 2005 - 2009
Eberhard Nagelmeier Oberst und 1. Vorsitzender von 2009 -
Ausnahmslos alle der hier genannten Vorsitzenden und Obristen, hatten während ihrer Amtszeit - zusammen mit ihrem Offizierskorps - stetige Veränderungen im Verein bewirkt, die sich zum Beispiel durch Verlegung der Festabläufe bis hin zum stetigen Anstieg der jetzigen Mitgliederstärke von Anfangs 70 auf jetzt über 600 ausgewirkt und somit zur Festigung und dem Fortbestand des Bürger-Schützenvereines beigetragen hat.
Auszugsweise genannte Ereignisse aus dem weiterem Vereinsleben:
1952 Beitritt zum Kreisschützenbund Lippstadt
1953 Erwerb des 1. Kugelfanges im Kreisgebiet
1954 Festverlegung vom Felsenkeller zur Flachsröste
1955 Festverlegung von der Flachsröste zur hiesigen Schützenhalle
1957 Umbenennung der Straße Am Lülingsbusch zur "Hubertusstraße"
1958 Erste Erstellung eines Festwagens zum Gösselkirmesfestumzug
1960 10 jähriges Vereinsbestehen
 mit Überreichung des 1. Vereins-Ehrenringes an Schützenbruder Heinrich Nagelmeier †
1961 Stabsarzt Dr. Oskar Plonka † überreicht dem Verein ein von ihm getexteten und vertonten Schützenmarsch
1962 Teilnahme am 550 jährigen Bestehen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke e.V. 1412
1963 Das Vogelschiessen und das Schützenfest werden von August in das erste Wochenende im Juni und später auf Pfingsten verlegt, wobei das Vogelschiessen den Abschluss des Festes bildet.
1967 Mit Gründung der Jungschützenabteilung, wird ein Scheibenschiessen in der Schützenhalle eingeführt.
1969 Eine neue Fahne für die 1. Kompanie wird angeschafft, welche lange Jahre Vom Oberfähnrich Willi Wirtz † getragen wird.
Heinz Lorenz wird Kreisschützenkönig des Kreisschützenbundes Lippstadt
1970 20 jähriges Vereinsbestehen
1972 Das Böllerschiessen auf dem Schützenplatz wird eingestellt
1973 Erstmals marschieren"spanische Bürger-Schützen" im Festumzug mit
1975 25 jähriges Vereinsbestehen
Gründung der Damenschiessgruppe DIANA
1976 Ausrichtung des 18. Kreisschützenfestes KSB Lippstadt
1978 Ausrichtung des 20. Kreisschützenfestes KSB Lippstadt
1990 40 jähriges Vereinsbestehen
Das 1. Kaiserschiessen findet statt.
1. Kaiserpaar Herbert und Renate Wirtz (Königspaar 1975-76 und 1985-86)
1992 Vereinsgründer und Ehrenhauptmann Bertram Buchholz † erhält den 2. Vereins-Ehrenring
25 Jahre Jungschützenabteilung Kaiserschiessen Franz Pape wird 1. Jungschützenkaiser
2000 50 jähriges Vereinsbestehen Kaiserschiessen 2. Kaiserpaar Michael und Silke † Kollmann (Königspaar 1999-2000)
2002 Weihbischof Reinhard Marx wird Bischof in Trier
2005 Damenschiessgruppe DIANA feiert 30 jähriges bestehen
2007 40 Jahre Jungschützenkompanie Kaiserschiessen Björn Budeus wird 2. Jungschützenkaiser
Hans-Josef Leiper wird Bundeskönig des Sauerländer Schützenbundes in Warstein
Bischof Reinhard Marx wird Erzbischof von München und Freising
2009 Der Erzbischof von München und Freising Reinhard Marx wird zum Ehrenmitglied ernannt
Europaschützenfest in Kinrooi/Begien
2010 Hans- Josef Leiper wird Ritter des EGS
60 jähriges Vereinsbestehen Kaiserschiessen 3. Kaiserpaar Martin und Rosa Blecking (Königspaar 2009-2010)
Der Erzbischof Reinhard Marx wird Kardinal
2011 Die bisherigen Ehrenoffiziere Ehrenrendant Günter Fiedler (40 Jahre Offizier) und Ehrenoberleutnant Willi Mende (55 Jahre Offizier) werden zum Ehrenmitglied ernannt
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